Meldungen aus dem Jahr 2014

Aufruf zur winterlichen Vogelbeobachtung - Die Stunde der Wintervögel 2015. Foto: A. Wolff/NABU
Aufruf zur winterlichen Vogelbeobachtung - Die Stunde der Wintervögel 2015. Foto: A. Wolff/NABU

Bald ist es soweit - Stunde der Wintervögel 2015

9.12.2014


Berlin / Neumünster – Vom 9. bis 11. Januar 2015 findet zum fünften Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen 2015 Amsel und Grünfink – und die Frage, ob beide Arten wie in den letzten Jahren weiter abnehmen.


Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 19. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort live ausgewertet. Zudem ist am 10. und 11. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.


Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2014 beteiligten sich über 76.000 Menschen. Mehr als 1,9 Millionen Vögel aus über 53.000 Gärten wurden gemeldet. Der Hausperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Nun erhoffen sich der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), auch 2015 wieder eine rege Beteiligung. Denn je größer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse.


Text: NABU-Bundesverband

Die Bilanz der Müllsammelaktion im Naturschutzgebiet: 5 Säcke voll Müll, eine leere Bierkiste, ein Autoreifen und ein Rettungsring. Foto: P. Müller
Die Bilanz der Müllsammelaktion im Naturschutzgebiet: 5 Säcke voll Müll, eine leere Bierkiste, ein Autoreifen und ein Rettungsring. Foto: P. Müller

Niedriger Wasserstand macht es sichtbar:

Der Einfelder See ist zur Müllkippe geworden

4.12.2014


In diesem Jahr ist die NABU-Gruppe Neumünster e. V. seit 40 Jahren der offiziell mit der Betreuung des 13 ha umfassenden Naturschutzgebietes „Westufer des Einfelder Sees“ beauftragte Verband. Im Rahmen der Betreuung erfolgt die jährliche Erfassung des Rast- und Brutvogelbestandes, die Dokumentation der Bestandsveränderungen der im Gebiet lebenden Tier- und Pflanzenarten, die Beaufsichtigung des Naturschutzgebietes, die Feststellung und nach Möglichkeit Verhinderung von Störungen sowie das Aufzeigen von Schäden.


Bei seinem letzten Kontrollgang war der ehrenamtlich tätige NABU-Schutzgebietsbetreuer Peter Müller aus Einfeld über den sich ihm bietenden Anblick erschüttert: „Der Uferbereich im Naturschutzgebiet sah aus wie ein Müllplatz“. Flaschen und Behälter aus Glas und Kunststoff lagen in großer Zahl in der Uferzone. Sichtbar wurden diese vermutlich schon länger herrschenden Zustände aufgrund der geringen Niederschläge im Sommer und Herbst, denn aktuell weist der Einfelder See einen sehr niedrigen Wasserstand auf. Dadurch liegt der Uferbereich in dem Naturschutzgebiet nun trocken und der angeschwemmte Müll wurde sichtbar. Um den niedrigen Wasserstand auszunutzen bevor stärkere Niederschläge eine Reinigung möglicherweise verhindern würden, wurde der Müll von Peter Müller eingesammelt und aus dem Naturschutzgebiet entfernt. Insgesamt kamen so binnen zwei Tagen fünf große Säcke mit Flaschen und anderem Müll sowie ein Autoreifen, eine leere Bierkiste und ein Rettungsring zusammen. Die Abholung und Entsorgung übernahm freundlicherweise das Technisch Betriebs-Zentrum (TBZ) der Stadt Neumünster.


Vermutlich sieht es in anderen Bereichen der Uferzone außerhalb des Naturschutzgebietes nicht besser aus. Der Einfelder See bietet den Menschen die Möglichkeit unterschiedliche Freizeitaktivitäten wie z. B. Baden, Segeln, Rudern oder Angeln auszuüben. Den See als Müllkippe zu missbrauchen schadet nicht nur der Natur, sondern entwertet das Gewässer auch für die Erholungssuchenden und stellt letztlich eine Gefahr z. B. für Badende dar.

Durch den niedrigen Wasserstand ist der Bereich vor der Ufervegetation derzeit zugänglich. Foto: P. Müller
Durch den niedrigen Wasserstand ist der Bereich vor der Ufervegetation derzeit zugänglich. Foto: P. Müller
Mit vereinten Kräften und der Hilfe eines Flaschenzuges wurde eine rund 30 kg schwere Fledermaus-Überwinterungshöhle ausgetauscht. Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.
Mit vereinten Kräften und der Hilfe eines Flaschenzuges wurde eine rund 30 kg schwere Fledermaus-Überwinterungshöhle ausgetauscht. Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Große Beteiligung beim Arbeitseinsatz in der "Hölle"

24.10.2014

 

Bei dem diesjährigen Arbeitseinsatz im NABU-Wald "Hölle" bei Bönebüttel konnten wir mit 14 teilnehmenden Erwachsenen und 4 Kindern eine erfreulich hohe Beteiligung verzeichnen. Allen Helfern nochmals herzlichen Dank für ihren Einsatz! So wurden in rund 3 Stunden eine baufällige gewordene Überwinterungshöhle für Fledermäuse ausgetauscht. Hierbei kam aufgrund des hohen Gewichtes des dickwandigen Holzbetonkastens ein Flaschenzug zum Einsatz. Weiter erfolgte die Nachpflanzung einiger Winterlinden, die Instandsetzung von Verbissschutz und als "Hauptprogrammpunkt" die Freistellung des Waldteiches von all zu üppig aufwachsenden jungen Erlen, die das Gewässer zu stark zu beschatten drohten.

Aufruf zum "Grosseinsatz" Heidepflege in Nordoe

22.10.2014

 

Gerne leiten wir den Aufruf der BUND-Gruppe Steinburg zu einer gemeinsamen Aktion der BUND-Gruppe Steinburg und der NABU-Gruppen Itzehoe, Schenefeld, Glückstadt und Wilster, der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und weiterer Akteure (s.u.) weiter:

 

 

"Liebe Naturfreunde,
 
ich möchte Euch/Sie auf eine große Naturschutzaktion aufmerksam machen zugunsten der Heidepflege in den Nordoer Binnendünen. Bitte werbt/werben Sie im Freundes-, Bekanntenkreis dafür. Macht/Machen Sie ggf. Ihre Vereinsmitglieder darauf aufmerksam, indem Sie dieses Email weiterleiten oder den Termin in eigenen Kommunikationsformen bekannt machen. Diese Aktion entfaltet ihre Wirkung, wenn möglichst viele mitmachen.
Helft/Helfen Sie so mit, einen immer seltener  werdenden Biotop-Typ zu erhalten und mit ihm das Leben, das an ihn gebunden ist.
 
Mit freundlichen, naturverbundenen Grüßen
Lothar Wittorf, BUND Steinburg

 

Aufruf zu einer großen Naturschutz-Aktion

"Heide-Pflege in den Nordoer Binnendünen"

 

· am Samstag, dem 8. November 2014

· um 10:00 Uhr Treffen am Krebsweg in Dägeling (an der Schranke)

· ca. 3 Std. Arbeitseinsatz,

· ab 13:00 Imbiss mit Galloway-Snack sowie Kuchen & Getränken

· Ende gegen 14:00 Uhr (ggf. 14:30)

Vor 3 Jahren fand die erste große Befreiungsaktion in der Nordoer Heide statt: Große Heideflächen, die von Kiefern- und Birkenaufwuchs überlagert und verschattet waren, wurden von fast 100 Naturschützern frei geschnitten („entkusseln“) und waren wieder besiedelbar für Heidepflanzen und typische Vertreter wie Lungenenzian, Waldläusekraut, Sumpfbärlapp, Sonnentau sowie andere gefährdete Arten. Auch auf Heide spezialisierte Tiergruppen profitieren von der Aktion: wie Lauf- und Sandlaufkäfer, Zikaden, Heuschrecken, Tag- und Nachtschmetterlinge, Grab­wespen, Sandbienen, Knoblauchkröte, Heidelerche, …

Zum Ablauf des Tages:

Wer bei der erfolgreichen Entkusselungsaktion im November 2011 mitgemacht hat, weiß,wie es abläuft:

Nach der Begrüßung werden die Gruppen eingeteilt und auf Maßnahmen zur Unfallverhütung hingewiesen. Danach: Start ins Gebiet

Zu den Zielen:

· Vorrangig soll der Südrand der Panzerwüste/Enzianweide entkusselt werden, wo Kiefern und Birken einzu­schlagen sind.

· Wenn wir viele sind, können wir auch stark zugewachsene Heideflächen west­lich der Ginsterweide freistellen und

· wenn wir sehr viele sind, können wir sogar noch wuchernde Traubenkirschen östlich der Ginsterweide bekämpfen.

Hintergrund: Der Bundesforstbetrieb Trave, die Untere Naturschutzbehörde des Kreises und die Stiftung Naturschutz haben in den vergangenen Jahren schon viel unternommen, um Gehölze in den Binnendünen Nordoe auszulichten. Große Bäume wurden entnommen, um mehr Heidewald zu entwickeln. Auf den Offenlandflächen wurden Gehölze entfernt, um die Lebensraumtypen trockene und feuchte Heiden, Borstgrasrasen und Dünen wieder instand zu setzen. Auch eine Ziegenherde kommt zum Einsatz, um austreibende Gehölze und die Brombeeren zurückzudrängen. Ebenso Schafe, Rinder und Wildpferde.

Dennoch sind zusätzlich zu diesen Maßnahmen freiwillige Aktionen - wie diese - unabdingbar, um der gewaltigen Gesamtaufgabe gerecht zu werden.

Zum Vorgehen: Empfehlenswert sind festes Schuhwerk, Arbeitshandschuhe, geeignete Bekleidung. Ggf. mitbringen: Astscheren, Handsägen u.ä. Jede Arbeitsgruppe sollte eine Motorsäge haben zum Absägen stärker Bäume. Freischneider sind sehr wirksam, sollten aber nur von erfahrenen Nutzern betrieben werden.

Teilnehmer: Der Umfang der Aktion erfordert ein breites Zusammenstehen der Naturfreunde. Viele Organisationen wurden angefragt wie z.B.:

die BUND-Kreisgruppe Steinburg (Schirmherr), die Ortsgruppen Itzehoe, Schenefeld, Glückstadt und Wilster des NABU, die AG Botanik des Heimatverbandes Steinburg, Unabhängiges Kuratorium Landschaft SH, die Untere Naturschutzbehörde, die Eigentümerin der Fläche, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, vertreten durch den Bundesforstbetrieb Trave, Forstrevier Hohe Geest, die Steinburger Jägerschaft, die Landfrauen, die DRK-Bereitschaft Itzehoe, Pfadfindergruppen im Kreis Steinburg , die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und das Projekt LIFE-Aurinia.

Hinweis: Die Teilnahme an der Aktion erfolgt auf eigene Gefahr.

Weitere detaillierte Auskünfte erteilt Antje Walter vom Projekt LIFE-Aurinia der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Eschenbrook 4, 24113 Molfsee

Tel.: 0431.21090-51, Fax: 0431.21090-99 www.stiftungsland.de www.life-aurinia.de

V.i.S.d.P.: Lothar Wittorf, BUND Steinburg"

Der Habicht wurde zum Vogel des Jahres 2015 gewählt. Foto: NABU/R.Roessner
Der Habicht wurde zum Vogel des Jahres 2015 gewählt. Foto: NABU/R.Roessner

Der Habicht - Vogel des Jahres 2015

20.10.2014

 

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht (Accipter gentilis) zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt. Auf den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.

 

Mehr zum Vogel des Jahres 2015 finden Sie hier.

Programm zur Bat Night 2014

24.8.2014

 

Seit 1997 findet am letzten Wochenende im August in inzwischen über 30 europäischen Ländern die „Bat Night“, die Europäische Nacht der Fledermäuse, statt. Am 30. August kommt die Nacht der Fledermäuse als gemeinsame Veranstaltung der Noctalis – Welt der Fledermäuse, der NABU-Gruppe Neumünster e. V. und des Info-Zentrums Dosenmoor e. V. erstmalig nach Neumünster in und ans Dosenmoor - Veranstaltungsort ist das Info-Zentrum Dosenmoor, Am Moor 99 in Neumünster-Einfeld.

 

Das Veranstaltungs-Programm:

 

15.00 Uhr: Start des Angebotes für große und kleine Fledermaus-Fans (und solche die es noch werden wollen). Auf dem Gelände des Info-Zentrums Dosenmoor wird ein abwechslungsreiches Nachmittags-Programm angeboten: Die Besucher erwartet u. a. ein Blick durch die Lupe auf den Speisezettel der Fledermäuse, Spiele für Kinder rund um Fledermäuse und das Moor sowie Informationen zum Fledermausschutz. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt (bis ca. 20.00 Uhr).

 

16.00 Uhr: Offizielle Eröffnung der Veranstaltung mit Vertretern der Stadt Neumünster, der beteiligten und befreundeten Verbänden und vielen mehr.

 

17:00 Uhr: Auf einer etwa 1,5-stündigen Wanderung werden Moorführer des Vereins Info-Zentrum Dosenmoor bei Tageslicht durch das Moor führen und den faszinierenden Lebensraum vorstellen.

 

19:00 Uhr: Der Fledermaus-Vortrag von Florian Gloza-Rausch, wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Noctalis – Welt der Fledermäuse Bad Segeberg, in der Halle des Info-Zentrums Dosenmoor e. V. gibt einen Einblick in die Welt der Fledermäuse.

 

20:30 Uhr: Wenn die Dämmerung einsetzt beginnen in mehreren kleinen Gruppen die ca. 90 minütigen Nachtwanderungen durchs Moor und entlang des Einfelder Sees zu den eigentlichen Stars der Veranstaltung – den Fledermäusen, die dann ihre z. T. akrobatischen nächtlichen Jagdflüge beginnen.Die Führungen beginnen am Info-Zentrum Dosenmoor (Ziel: Dosenmoor) und am Parkplatz am Einfelder Bahnhof (Ziel: Einfelder See).

Durch spezielle Technik machen die Fledermausexperten die Fledermäuse für die Teilnehmer hörbar und berichten Interessantes über die einzelnen Fledermausarten und ihre Lebensweise. 
Im Moor wird zudem der Schmetterlingsexperte Dr. Detlef Kolligs eine sogenannte Lichtfalle aufbauen, um zu zeigen wer auf dem Speisezettel der Jäger der Nacht steht.

Große und kleine Fledermaus-Begeisterte werden zur Bat Night 2014 erwartet. Foto: Noctalis.
Große und kleine Fledermaus-Begeisterte werden zur Bat Night 2014 erwartet. Foto: Noctalis.
Faltblatt Bat Night 2014
Weitere Informationen zur Veranstaltung
Bat Night Flyer 2014.pdf
Adobe Acrobat Dokument 4.0 MB

Veranstaltungsort und Startpunkte der abendlichen Fledermauswanderungen:

Treffpunkte zu den abendlichen Fledermauswanderungen:

 

Treffpunkt 1: Am Infozentrum Dosenmoor, Am Moor 99, um 20:30 Uhr Beginn der Wanderung ins Moor

 

Treffpunkt 2: Am Parkplatz am Einfelder Bahnhof, um 20:30 Uhr Beginn der Wanderung am Einfelder See

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken!
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Rekordjahr für den Weißstorch

28.7.2014

 

Die durchschnittlich frühe Rückkehr aus dem Winterquartier, verbunden mit günstiger Wetterlage und ausreichender Nahrung bescherten den Weißstörchen in diesem Jahr „kinderreiche Familien“: Noch nie gab es so viele Vierlinge um Neumünster. Mit insgesamt 50 ausfliegenden Jungvögeln ist das diesjährige Ergebnis rekordverdächtig. Im vergangenen Jahr wurden im gleichbleibenden Beobachtungsgebiet nur 28 Jungstörche flügge.

 

Seit 1975 notiert Peter Hildebrandt um Neumünster die Heimkehr der einzelnen Segelflieger am Horst und stellt später den Bruterfolg fest. Nur 1978 zählte er mit 58 Nachkömmlingen sowie 1981 mit 52 Jungtieren mehr Nachwuchs als in diesem Jahr. Nach den Angaben von Hildebrandt brüteten von den 22 heimgekehrten Horstpaaren immerhin 17 Paare erfolgreich.

 

Durch Horstkämpfe mit konkurrierenden Störchen gingen bei fünf Paaren die Eier zu Bruch oder die Horste wurden aufgegeben. So blieben die Paare in Fiefharrie, Blumenthal, Meezen, Hof Weide bei Bimöhlen und Großasperfeld leider ohne Nachwuchs.

 

Vierlinge können aus Neumünster-Einfeld, Bönebüttel, Großharrie, Langwedel, Heidmühlen, Bimöhlen und Großenaspe die Reise ins wärmere Winterquartier antreten. Je drei Jungvögel stehen in Dätgen, Ellerdorf, Brammer, Hitzhusen und Weddelbrook im Horst. Über Zwillinge können sich die Dorfbewohner in Gnutz und Aukrug-Homfeld freuen. Je ein Jungvogel wird in Bargstedt, Aukrug-Innien und in einem zweiten Horst in Weddelbrook flügge. In Innien und Weddelbrook besetzten die Brutpaare erst sehr spät am 01. Mai den Horst.

 

Text & Daten: P. Hildebrandt

Pflege der Orchideenwiese im Eidertal zeigt Erfolg

22.7.2014

 

Am letzten Wochenende war es wieder soweit: Zum dritten Mal nach 2012 und 2013 wurde dieses Jahr wieder eine kleine Orchideenwiese im Eidertal durch ehrenamtliche Landschaftspfleger der NABU-Gruppe Neumünster e.V. in Handarbeit gemäht und das Mahdgut aus der Fläche entfernt. Für den Einsatz großer Maschinen ist die Fläche zu nass, so dass hier traditionelle Handarbeit gefragt ist.

 

Schon im dritten Jahr zeigt die Pflegemahd auf der Fläche deutlich sichtbare Erfolge: Während in den ungemähten Bereichen weiterhin Seggen und Rohrglanzgras wenigen anderen Pflanzen Raum zum Wachsen lassen, präsentiert sich der gemähte Bereich bereits nach zwei Jahren wieder als artenreiche und bunte Feuchtwiese. Die Zahl der Orchideen hat bereits wieder von fünf auf 18 zugenommen - ein Trend der auch für die kommenden Jahre motiviert.

 

Bildergalerie (zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken):

Vorankündigung: Die Bat Night 2014 in Neumünster

18.7.2014

 

Seit 1997 findet am letzten Wochenende im August in inzwischen über 30 Ländern die „Bat Night“, die Nacht der Fledermäuse, statt. Dieses Jahr kommt die Nacht der Fledermäuse als gemeinsame Veranstaltung des Noctalis, der NABU-Gruppe Neumünster e. V. und des Vereins Infozentrum Dosenmoor e. V. nach Neumünster.

 

Inzwischen "steht" das Programm: Auf dem Gelände des Infozentrums Dosenmoor am Rand des Dosenmoores wird von 15:00 bis 22:00 Uhr ein buntes Programm für Kinder und Erwachsene angeboten (siehe Faltblatt zum Download). Ab 20.30 Uhr geht es dann schließlich in der Dämmerung wahlweise ins Dosenmoor oder an den Einfelder See auf Fledermausexkursion. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Also den Termin schon einmal vormerken! Weitere Programmdetails und Organisatorisches (Anfahrt, P-Plätze, Treffpunkte zu den Nachtwanderungen usw.) werden hier und in der Tagespresse rechtzeitig bekannt gegeben.

Gemeinsam gegen Müll im Moor

7.7.2014

 

Auf Initiative der Einfelder Jägerschaft wurden in einer gemeinsamen Aktion mit dem Infozentrum Dosenmoor e. V. und der NABU-Gruppe Neumünster e. V. alte Müllablagerungen im Naturschutzgebiet Dosenmoor beseitigt.

 

Weitere Unterstützung erhielt die von Ingbert Tornquist organisierte Aktion durch zwei Einfelder Landwirte, die mit ihren Traktoren den Transport des gesammelten Mülls aus dem Moor zu den von der Stadt Neumünster kostenlos zur Verfügung gestellten Containern am Infozentrum übernahmen. Zum Einsatz kam auch der historische Deutz-Traktor eines NABU-Mitgliedes, Aufgrund des geringen Gewichts konnte dieses Gefährt bis nah an die alten Müllkippen im Moor heranfahren.

 

Vor allem Metallschrott unterschiedlichster Art und Flaschen bzw. Glasscherben wurden aus den alten Torfstichen beseitigt. Noch vor wenigen Jahrzehnten war es häufig der Fall dass Müll einfach in das als "Unland" geltende Moor gekippt wurde - sogar Autos wurden so entsorgt.

 

Zum Abschluß der Arbeit durften sich die Beteiligten an Wurst vom Grill und Getränken stärken, die die Einfelder Jäger dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Holsteinische Courier berichtet unter folgendem Link über die Aktion: http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/gefahr-fuer-wildtiere-und-moor-durch-muell-id7080866.html

 

Eine kleine Bildergalerie finden Sie hier (zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!):

 

Seltener Fund: Das Grünwidderchen steht auf der "Roten Liste" - am Moorweg fliegt es in größerer Anzahl.
Seltener Fund: Das Grünwidderchen steht auf der "Roten Liste" - am Moorweg fliegt es in größerer Anzahl.

Schmetterlingsinventur am Moorweg

1.7.2014

 

Unter dem Namen "Dickköpfe und Spanner" fand am 28.6. eine naturkundliche Wanderung über die städtische Grünlandfläche am Moorweg statt. Die NABU-Gruppe Neumünster e. V. bemüht sich hier zusammen mit der Abteilung Natur und Umwelt der Stadt Neumünster um die Schaffung von artenreichem, blütenbuntem Grünland, das auch einer Vielzahl von Insekten Lebensraum und Nahrung bieten soll.

 

Unter der fachkundigen Leitung des Schmetterlingsexperten Dr. Detlef Kolligs konnten neben einer Reihe häufigerer Falter wie Schornsteinfeger, Großem Ochsenauge, Braunkolbigem Braun-Dickkopffalter, Rostfarbigem Dickkopffalter, Blutbär, Grünader-Weissling, Hauhechel-Bläuling, Kleinem Fuchs, Kleinem Heufalter, Großem Gabelschwanz (Raupe), Purpur-Spanner und Geschecktem Spanner auch eine erfreulich große Anzahl der auf der Roten-Liste geführten Grünwidderchen (siehe Bild) gefunden werden. Letztere sind besonders auf magere, blütenreiche Lebensräume angewiesen. Das spricht schon für eine gewisse Qulität des Lebensraumes auf der Wiese am Moorweg und ist ein weiterer Teilerfolg dieses Projektes.

Achtung: Zusätzlicher Termin!

3.6.2014

 

Wir möchten ganz herzlich zu einem zusätzlichen Arbeitseinsatz im Dosenmoor einladen. Seit langer Zeit gibt es im Naturschutzgebiet Dosenmoor zwei alte Müllablagerungen. Diese sollen nun beseitigt werden. Dazu rufen die Einfelder Jägerschaft, die NABU-Gruppe Neumünster e.V. und der Verein Infozentrum Dosenmoor e. V. zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz auf. Die Stadt Neumünster unterstützt die Aktion durch die Bereitstellung eines kostenlosen Containers zur Abfuhr des Mülls.

 

Wir wollen uns dazu am Samstag, 05.07.14, um 9:30 Uhr am südlichen Ende des Weges "Am Moor" am Transformatorenhaus treffen. Unterstützt werden wir von den Einfelder Landwirten, die einen Schlepper mit Anhänger zur Verfügung stellen.Vom NABU wird voraussichtlich ebenfalls ein Traktor mit Anhänger dabei sein. Mittags wollen wir uns dann nach getaner Arbeit gemeinsam bei Grillwurst und Getränken vor dem Infozentrum stärken.

 

Treffpunkt:

Wiesen-Margeriten bestimmen derzeit den Blühaspekt.
Wiesen-Margeriten bestimmen derzeit den Blühaspekt.

Städtische Wiese am Moorweg "blüht auf".

2.6.2014

 

Seit 2012 bemüht sich die NABU-Gruppe Neumünster e.V. um die Aufwertung einer städtischen Grünlandfläche. Das Ziel ist die Umwandlung einer relativ artenarmen Grasfläche zu einer artenreichen und blütenbunten 'klassischen' Mähwiese..

 

Erste Erfolge sind nun im 2. Jahr nach dem Start des Projektes unübersehbar: Zur Zeit prägen u. a. Margeriten und Klappertopf Teilbereiche der Fläche. Mehr zu diesem Projekt, den Maßnahmen  und den Hintergründen finden Sie hier.

Junge Laubfrösche passen bequem auf einen Fingernagel.
Junge Laubfrösche passen bequem auf einen Fingernagel.

Erster hörbarer Erfolg unseres Laubfroschprojektes

18.5.2014

 

Mit Genehmigung des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) begannen wir 2012 mit der Wiederansiedlung des Laubfrosches im Bereich des Bönebüttler Geheges. Im Sommer 2013 wurden über 500 aus Eiern in Gefangenschaft aufgezogene Jungfrösche in ihrem neuen Zuhause ausgesetzt. Die Aufzucht in Gefangenschaft bietet den großen Vorteil, dass wegen der fehlenden Feinde sehr viel mehr Tiere die Entwicklung zum Jungfrosch erfolgreich durchlaufen als dies im Freiland aufgrund der Verluste durch Libellenlarven, Gelbrandkäfer usw. möglich ist.

 

Dieses Jahr unternahmen nun bereits über 20 "frühreife" Männchen ihre ersten Rufversuche! Ab dem nächsten Jahr dürften auch die Weibchen nach ihrem 2. Winter geschlechtsreif sein und der erste "Freiland-Nachwuchs" sollte dann nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

Der Laubfrosch war vor allem in der östlichen Hälfte Schleswig-Holsteins einst überall verbreitet. Durch den Verlust geeigneter fischfreier Fortpflanzungsgewässer, den übermäßigen Einsatz von Dünger und Chemie in der Landwirtschaft und die Vernichtung von Kleingewässern durch Zuschütten wurde er immer seltener. Zu seinem Überleben in unserer Landschaft müssen möglichst viele miteinander in Kontakt stehende Populationen vorhanden sein (Stichwort "Metapopulation"). Mit unserem Wiederansiedlungsprojekt wollen wir dazu beitragen die Lücke im Verbreitungsgebiet zwischen den Populationen im Großraum Bordesholm und Bad Segeberg zu schließen, damit zwischen diesen wieder ein Austausch erfolgen kann.

Braucht feuchte Wiesen statt Maisäcker: Weissstorch auf Nahrungssuche.
Braucht feuchte Wiesen statt Maisäcker: Weissstorch auf Nahrungssuche.

Bisher 19 Storchenpaare um Neumünster brutbereit

22.4.2014

 

Bisher sind 19 Weißstorchpaare um Neumünster an ihren Bruthorsten eingetroffen. Das sind drei Brutpaare weniger als im Vorjahr. Doch noch könnten weitere Exemplare aus dem fernen Afrika nach Mittelholstein zurückkehren.

Wegen des milden Winters waren die großen Segelflieger in diesem Jahr frühzeitig aus den Winterquartieren heimgekehrt, stellte Peter Hildebrandt fest. Seit 1977 notiert er im gleichbleibenden Beobachtungsgebiet um Neumünster die Ankunft der einzelnen Störche und stellt später den Bruterfolg fest.

 

Hartnäckige Horstkämpfe mit Eierverlusten sind in diesem Jahr bisher zum Glück ausgeblieben. Wegen der frühen Heimkehr und das schon reichliche Nahrungsangebotes ist ein gutes Brutergebnis für 2014 zu erwarten.

 

Je ein Paar hat sich in Neumünster-Einfeld, Bönebüttel, Großharrie, Fiefharrie, Dätgen, Bargstedt, Langwedel, Gnutz, Ellerdorf, Brammer, Meezen, Aukrug-Homfeld, Heidmühlen, Bimöhlen, Hof Weide, Hitzhusen, Weddelbrook, Großenaspe und Großenasper Feld niedergelassen. Ein weiteres unstetes Storchenpaar befindet sich zur Zeit in Aukrug-Bünzen. Je ein Einzelstorch wartet in Krogaspe und Schmalstede auf einen Brutpartner. An den neu hergerichteten Nisthilfen in Großkummerfeld und Neumünster-Wittorf haben leider noch keine Adebare gefallen gefunden.

 

Text: P. Hildebrandt.

Erneut Entscheidung gegen Baumpflanzung am Teich

5.4.2014

 

Die "spontane" Meinungsänderung des BfB/Piraten verhinderte letzte Woche in der Abstimmung des Bauausschusses das Votum für die Neupflanzung einer Baumreihe am Teichufer.

 

Die Planung der Pflanzung von Säuleneichen als Ausgleich für unvermeidbare Baumfällung auf der ECE-Baustelle stieß eigentlich auf breite Zustimmung auf Seiten der Verwaltung, des Stadtteilbeirates und des Invenstors. Auch die NABU-Gruppe Neumünster e. V. und weitere Naturschutzvereine Neumünsters setzen sich seit langem für die Neupflanzung von heimischen Laubbäumen am Teichufer ein. Sie sollen die ehemals dort seit historischer Zeit das Stadtbild prägende, im Jahr 2009 gefällte Reihe alter Linden ersetzen.

 

Die Ausgleichspflanzung an dieser Stelle wäre für die Stadt mit nur geringen Kosten verbunden gewesen, da diese Kosten überwiegend vom Invenstor zu tragen gewesen wären. Die Verwendung von schlankkronigen Säuleneichen hätte einen Kompromiss zur Erhaltung der Sichtachsen über den Teich auf die Fassade des ECE bedeutet, ohne auf die Bepflanzung verzichten zu müssen. Diese Variante hätte einen alle Argumente berücksichtigenden Kompromiss dargestellt. Diese sich geradezu aufdrängende Chance, die auf breite Zustimmung stieß, wurde nun leichtfertig vertan.

 

Die Ablehnung stellt nunmehr eine Entscheidung gegen Neumünster und auch gegen den vormals hoffierten Invenstor dar, der dadurch vor große Probleme bei der Erfüllung der ihm von der Verwaltung auferlegten Ausgleichsverpflichtung gestellt wird!

 

Bleibt zu hoffen dass die SPD mit der angekündigten rechtlichen Überprüfung des Beschlusses erfolgreich sein wird.

 

Details und Hintergründe zum Nachlesen:

 

http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/blick-ueber-den-teich-bleibt-vorerst-baumfrei-id6199816.html

 

Dem treffenden Kommentar des Journalisten Jens Blum ist nichts hinzu zu fügen:

 

http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/warten-auf-die-naechste-chance-id6199976.html

Kleinwüchsige Arten wie das Bersandglöckchen haben am Moorweg wieder eine Chance - Dank Bagger.
Kleinwüchsige Arten wie das Bersandglöckchen haben am Moorweg wieder eine Chance - Dank Bagger.

Kommentar der NABU-Gruppe Neumünster e. V. zum Baggereinsatz am Moorweg

25.3.2014

 

In den vergangenen Jahren haben sich in Teilbereichen der ehemaligen Sandgrube am Moorweg/Stitzenredder sowohl Kanadische Goldrute als auch Nordamerikanische Staudenlupine sehr stark ausgebreitet. Bei diesen beiden Arten handelt es sich um sogenannte „invasive Neophyten“, also um nicht heimische Pflanzenarten, die sich auf Kosten der heimischen Flora stellenweise massiv und aggressiv ausbreiten. Auch im Bereich der Sandgrube wurde die vormals artenreiche Vegetation mehr und mehr vor allem von der hochwüchsigen Goldrute überwuchert und schließlich bereits stellenweise ganz verdrängt.

 

Nach § 40 (1) des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatschG) besteht in derartigen Fällen für die zuständigen Behörden sogar die ausdrückliche Verpflichtung zum Eingreifen (Der Gesetzestext im Wortlaut: „Es sind geeignete Maßnahmen zu treffen, um einer Gefährdung von Ökosystemen, Biotopen und Arten durch Tiere und Pflanzen nichtheimischer oder invasiver Arten entgegenzuwirken.“)

 

Durch den auf den ersten Blick brachial wirkenden Einsatz des Baggers am Moorweg wurde der Natur gleich auf zweifache Weise geholfen: Die wuchernden Neophyten wurden zumindest in Teilbereichen zurück gedrängt und es entstanden neue offene Flächen aus magerem Sand, die in den kommenden Jahren wieder einer Vielzahl von Arten blütenreicher Mager- und Trockenrasen wie dem Bergsandglöckchen (siehe Bild) einen Lebensraum bieten werden.

 

Die in diesem Fall in der Veröffentlichung im Holsteinischen Courier vom 25.3. erfolgte öffentliche Anprangerung der von der Stadt Neumünster durchgeführten Naturschutzmaßnahme geschah offenbar aus mangelndem Fachwissen über die Hintergründe und Zusammenhänge. Der als „massiver Eingriff in ein Biotop“ kritisierte Baggereinsatz ist – auch wenn dies zunächst widersprüchlich erscheinen mag – zumindest ein erster Schritt zur Rettung eben dieses in der Tat sehr wertvollen Biotopes.

 

Mehr Hintergrundinformationen zu invasiven Neophyten finden Sie unter dem folgenden Link:

 

www.umweltdaten.landsh.de/nuis/upool/gesamt/neophyten/neophyten.pdf

 

NABU-Gruppe Neumünster begrüßt einstimmiges Votum des Stadtteilbeirates Mitte für Baumneupflanzung am Teichufer

14.3.2014

 

Wir begrüßen ausdrücklich das einstimmige Votum des Stadtteilbeirates Mitte für die Neupflanzung von Säuleneichen am Teichufer.

 

Zu diesem Thema hat die NABU-Gruppe Neumünster in einem Brief auch Oberbürgermeister Dr. Tauras um seinen Einsatz für die Ersatzpflanzungen am Teichufer gebeten.

 

Hier der Wortlaut des Briefes:

 

"Die NABU-Gruppe Neumünster e. V. begrüßt den Vorstoß der Verwaltung der Stadt Neumünster zur Wiederherstellung der Baumreihe am westlichen Teichufer.

 

Die sich jetzt bietende Möglichkeit stellt eine Kompromisslösung dar, bei der alle in der Vergangenheit bei der Diskussion um eine Neupflanzung vorgetragenen Argumente Berücksichtigung finden können: Die Wiederherstellung der Baumreihe an sich stellt das aktuell verlorene historische Stadtbild an dieser Stelle wieder her, die vorgesehene Verwendung von Säulenbäumen gibt diesem aber zusätzlich ein modernes Gepräge und die angestrebte lockere Pflanzung erhält die Sichtachsen über den Teich, last but not least berücksichtigt die Wahl heimischer Laubbäume stadtökologische Belange – und dies alles für die Stadtkasse zum Nulltarif.

 

Dies ist eine geradezu historische Chance für eine salomonische Lösung des durch die Fällung der Lindenreihe seinerzeit entstandenen Konfliktes, der damals durch den eher spontan beschlossenen vollständigen Verzicht auf einen Ersatz der an dieser Stelle gefällten Lindenreihe für die Mehrheit der Neumünsteraner bis heute nicht befriedigend gelöst wurde.

 

Die Mitgliederversammlung der NABU-Gruppe Neumünster e. V., mit aktuell rund 700 Mitgliedern größter Naturschutzverein der Stadt Neumünster, hat am 22.2.2014 daher die folgende Resolution beschlossen: ‚Die Mitgliederversammlung der NABU-Gruppe Neumünster e.V. spricht sich für die vorgesehene Kompromisslösung einer Bepflanzung der Westseite des Teichufers mit heimischen Laubbäumen aus.‘

 

Ich möchte Sie daher hiermit im Namen der Mitglieder der NABU-Gruppe Neumünster e.V. bitten sich für die Wiederherstellung der Baumreihe in der von der Verwaltung vorgeschlagenen Weise einzusetzen."

Jahreshauptversammlung 2014

23.2.2014

 

Auf der Jahreshauptversammlung der Neumünsteraner Gruppe des Naturschutzbundes (NABU) konnte der 1. Vorsitzende Dr. Björn-Henning Rickert im Rahmen des Tätigkeitsberichtes des Vorstandes über das breite Spektrum der Tätigkeiten des Vereins berichten: Hierzu zählen neben der Ausrichtung zahlreicher sehr gut besuchter Veranstaltungen auch die Fortführung eines Wiederansiedlungsprojektes für den Laubfrosch, die Betreuung des Amphibienzaunes an der Prehnsfelder Straße, die vogelkundliche Betreuung des Dosenmoores, der Einsatz für den Fledermausschutz sowie jährliche Landschaftspflegeeinsätze auf einer Orchideenwiese im Eidertal und auf den vereinseigenen Flächen. 2014 gilt es zudem das 40jährige Jubiläum der Betreuung des Naturschutzgebietes „Westufer des Einfelder Sees“ zu feiern.

 

Als Besonderheit konnte die Gründung einer Stiftung durch den Verein bekannt gegeben werden, die unter dem Namen „NABU-Stiftung Naturerbe Neumünster“ zukünftig den Natur- und Umweltschutz in und um Neumünster finanziell fördern wird. Die Stiftung bietet die Möglichkeit, durch eine Zustiftung oder Spende auf eine besonders nachhaltige Art zu Lebzeiten oder im Todesfall zur Erhaltung der heimischen Natur beizutragen. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

 

Der 1952 gegründete Verein mit derzeit rund 700 Mitgliedern konnte mit Annie Szameitat und Uwe Thies zwei Mitglieder aus Anlass ihrer 60jährigen Mitgliedschaft ehren. Weitere Ehrungen wurden für 20-, 30- und 40jährige Mitgliedschaft vergeben.

 

Die Versammlung verabschiedete eine Resolution, in der sich die Mitglieder einstimmig für die Kompromisslösung einer Bepflanzung der Westseite des Teichufers mit heimischen Laubbäumen aussprechen.

 

Die schriftliche Fassung des Jahresberichtes 2013 finden Sie hier als PDF zum Herunterladen:

Jahresbericht 2013
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Das aktuelle NABU-Faltblatt zum NSG "Westufer des Einfelder Sees" steht unten zum Herunterladen als PDF-Datei bereit.
Das aktuelle NABU-Faltblatt zum NSG "Westufer des Einfelder Sees" steht unten zum Herunterladen als PDF-Datei bereit.

1974 – 2014: 40 Jahre Betreuung des NSG „Westufer des Einfelder Sees“ durch die NABU-Gruppe Neumünster e. V.

5.1.2014

 

In diesem Jahr können wir ein weiteres Jubiläum feiern – seit 40 Jahren ist die NABU-Gruppe Neumünster e. V. der offizielle Betreuer des Naturschutzgebietes „Westufer des Einfelder Sees“. Im Folgenden werden die wichtigsten Stationen in der Geschichte dieses Gebietes kurz beschrieben. 

 

1955 - kleiner Anfang

Bereits am 24.1.1955 erfolgte u. a. auf Drängen der NABU-Gruppe Neumünster e. V. (damals noch unter dem alten Namen ‚Bund für Vogelschutz‘, DBV, Gruppe Neumünster) die Ausweisung eines zunächst nur 2,41 ha kleinen Gebietes am Westufer des Einfelder Sees als „Vogelschutzgebiet am Einfelder See“. Es handelte sich um eine mit Erlen durchwachsene Weidendickung mit mehreren alten Mergelkuhlen mit den daran angrenzenden Schilfbereichen des Seeufers.

 

1974  - offizieller Betreuungsauftrag

Seit seiner Gründung wurde das Schutzgebiet bereits „inoffiziell“ durch den NABU betreut. Auf der Basis des 1973 verabschiedeten Landschaftspflegegesetzes wurde der NABU im Jahr 1974 offiziell per Vertrag mit der Betreuung des Gebietes beauftragt. Im Rahmen dieser Betreuung erfolgt seit dem die jährliche Erfassung des Rast- und Brutvogelbestandes, die Dokumentation der Bestandsveränderungen der im Gebiet lebenden Tier- und Pflanzenarten, die Beaufsichtigung des Naturschutzgebietes (NSG), die Feststellung und nach Möglichkeit Verhinderung von Störungen sowie das Aufzeigen von Schäden und/oder Konflikten. Diese Daten und Beobachtungen werden in einem jährlich zu erstellenden Betreuungsberichtes an die zuständigen Naturschutzbehörden übermittelt.

 

1987 – Erweiterung des Schutzgebietes

Gleich zu Beginn der Betreuertätigkeit beantragte der NABU im Jahr 1976 die Vergrößerung des NSG. Die Vergrößerung auf die aktuelle Fläche von 13 ha und die Erweiterung des Schutzzieles vom reinen Vogelschutzgebiet auf die Sicherung eines Ausschnittes der naturnahen Uferlandschaft des Einfelder Sees mit ihren typischen Verlandungszonen erfolgte jedoch erst 1987. Mit der Erweiterung der Fläche des Schutzgebietes und der Schutzziele erfolgte auch die Umbenennung von „Vogelschutzgebiet am Einfelder See“ in „Naturschutzgebiet Westufer des Einfelder Sees“. Wie zuvor besteht für das Naturschutzgebiet ein Betretungsverbot, um vor allem der gegen Störungen durch Erholungssuchende und Freizeitsportler empfindlichen Tierwelt des Gebietes ein ungestörtes Refugium zu erhalten.

 

2014 – die aktuelle Situation

Den größten Anteil an dem Artenreichtum des Gebietes hat die Vogelwelt. Hier sind vor allem Sumpf- und Wasservögel wie beispielsweise Blässhuhn, Teichralle, Haubentaucher, Teichrohrsänger, Rohrammer sowie verschiedene Entenarten zu nennen.

 

In den letzten Jahren kam es zu einem massiven Rückgang der ehemals ausgedehnten Schilfröhrichte. Die Ursache hierfür ist höchstwahrscheinlich die stark angestiegene Anzahl der Graugänse, die die jungen Schilfhalme von der Wasserseite her abfressen und den Schilfbestand immer weiter zurück gedrängt haben. Die ehemals das Bild prägenden ausgedehnten Schilfröhrichte sind inzwischen verschwunden.

 

Veranstaltungen zum Jubiläum

Anlässlich des Jubiläums werden dieses Jahr zwei Veranstaltungen  von Peter Hildebrandt, einst langjähriger Betreuer des Schutzgebietes, im Rahmen unseres Veranstaltungsprogrammes angeboten:

 

21.04.2014 (Mo), 8.30 Uhr - Jubiläumswanderung „40 Jahre Betreuung des Naturschutzgebietes ‚Westufer Einfelder See‘“ (P. Hildebrandt), Treffpunkt Parkplatz am Bahnhof Einfeld.

 

22.11.2014 (Sa), 15.30 bis 18.00 Uhr – 40 Jahre Betreuung des NSG „Westufer des Einfelder Sees“ - Vortrag bei Kaffee und Kuchen (P. Hildebrandt), im Restaurant „Am Kantplatz“, Kantplatz 1, Neumünster.

 

Für weitere Informationen hier das aktuelle NABU-Faltblatt zum NSG "Westufer des Einfelder Sees" zum Herunterladen:

Faltblatt zum Naturschtuzgebiet "Westufer des Einfelder Sees"
Faltblatt_NSG_Westufer_Einfelder See.pdf
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Wo liegt das Naturschutzgebiet ?

Neu: Unser Veranstaltungsprogramm 2014

22.12.2013

 

Ganz frisch ins Netz gestellt: Das Veranstaltungsprogramm für das Jahr 2014. Mitglieder bekommen es wie gewohnt demnächst mit der Einladung zur Mitgliederversammlung per Post zugeschickt.

Die Meldungen des Jahres 2013 sind bereits in das Archiv umgezogen und können dort aufgerufen werden.