Feuchtwiesen im Dosenmoor

In den Randbereichen des Dosenmoores betreuen wir inzwischen (Stand Anfang 2021) sieben Feuchtwiesenflächen mit Flächengrößen zwischen 0,2 und 1,0 ha. Überwiegend handelt es sich um eigene Flächen des NABU; zwei Flächen haben wir in Absprache mit der Stiftung Naturschutz von dieser "adoptiert" und auch dort die Betreuung übernommen.

 

Und so fing es an: Im Jahr 2014 konnten wir eine ehemalige Feuchtwiese am Ostrand des Dosenmoores kaufen. Die Fläche wurde früher beweidet, lag dann jahrelang ungenutzt brach und bestand nun aus einer "Binsenwüste". Als "Zugabe" zu der Fläche hatte uns der Vorbesitzer zudem einen zusammengebrochenen Tierunterstand hinterlassen. Einige unserer Mitglieder kennen diese Fläche jedoch noch aus früheren Zeiten, als es sich um eine artenreiche Feuchtwiese mit vielen Sumpfdotterblumen und anderen typsichen Feuchtwiesenarten handelte.

 

Dies spornte uns zu dem Versuch an, durch eine geeignete Pflege zu versuchen die dominanten Binsen zurück zu drängen und den Resten der Feuchtwiesenflora wieder Raum zu verschaffen. Als erstes entsorgten wir im Rahmen eines winterlichen Arbeitseinsatzes die Reste des Tierunterstandes und fällten mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde ein paar kleinere auf der Wiese aufgewachsene Birken. Im Sommer 2015 erfolgte der erste Landschaftspflegeeinsatz, bei dem die Fläche gemäht und das Mahdgut von der Fläche geschafft und mit einem Anhänger zu einer Kompostierungsanlage in Einfeld gefahren und dort entsorgt wurde. Seit dieser Premiere im Jahr 2015 ist dieser Pflegeeinsatz fester Bestandteil unseres Veranstaltungsprogrammes. Und bereits nach zwei Jahren waren erste Erfolge sichtbar: die ersten Sumpfdotterblumen, Sumpf-Ziest und Blutweiderich blühten wieder auf der Fläche. Auch typische Insektenarten wie die Sumpf-Schrecke konnten wir auf der Fläche entdecken. Dies zeigt uns dass sich die Mühe lohnt und wir auf einem guten Weg sind.

 

Durch diese Erfolge angespornt, haben wir die ehrenamtliche Flächenpflege auf weitere Flächen ausgedehnt.

 

Weitere Informationen zum Thema "Landschafts- und Biotoppflege" finden Sie hier.

 

Zustand im Spätsommer 2015 - vor dem Beginn unserer Pflegemaßnahmen. Flatterbinsen dominieren auf der Fläche und lassen keinen Raum für andere Feuchtwiesenarten.
Zustand im Spätsommer 2015 - vor dem Beginn unserer Pflegemaßnahmen. Flatterbinsen dominieren auf der Fläche und lassen keinen Raum für andere Feuchtwiesenarten.
Zustand im Spätsommer 2020 - die Flatterbinse ist noch vorhanden, aber deutlich zurück gegangen. Feuchtwiesenarten wie Kuckucks-Lichtnelke und Sumpf-Veilchen breiten sich wieder aus.
Zustand im Spätsommer 2020 - die Flatterbinse ist noch vorhanden, aber deutlich zurück gegangen. Feuchtwiesenarten wie Kuckucks-Lichtnelke und Sumpf-Veilchen breiten sich wieder aus.

Bildimpressionen von unserer ersten in Pflege genommenen Feuchtwiese (Bilder von weiteren Flächen folgen unten)

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Weitere Bildimpressionen von den weiteren Pflegeflächen.

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