Berichte NAJU-Veranstaltungen 2019

Es wird bunt – Was sind eigentlich Frühblüher?

 

 

Am 09. März 2019 haben sich die Naturläufer bei Aprilwetter getroffen und genau hingeschaut, ob schon etwas bunt in den noch eintönigen Winterfarben der Natur hervorblitzt. Und tatsächlich konnten schon einige Frühjahrsboten auf dem naturnahen Gelände der Ruthenberger Rasselbande entdeckt werden.

 

Insbesondere die Weiden waren schon am Blühen. Sehr gut waren die eher unscheinbar grünlichen, weiblichen Kätzchen und die leuchtend gelben Staubbeutel der männlichen Blüten zu unterscheiden. Doch warum begrüßen uns die Frühblüher denn eigentlich schon, während die restliche Natur noch ganz karg dreinschaut?

 

 

Im Januar, wenn die Sonne durch die unbelaubten Bäume scheint und den Erdboden erwärmt, stehen die Frühblüher schon in den Startlöchern. Anhand von Narzissen, Schneeglöckchen, Scharbockskraut und Buschwindröschen haben die kleinen Naturläufer entdeckt, wo die Frühblüher ihre Energie speichern, nämlich unterirdisch in Zwiebeln, Wurzelknollen oder Erdsprossen. Die mehrjährigen Pflanzen überdauern die für sie ungünstige Jahreszeit, geschützt und verborgen unter der Erdoberfläche.

 

 

Dass sich die (giftigen) Zwiebeln auch durch ihren scharfen Geschmack vor Fressfeinden schützen, konnten die Kinder sehr gut nachvollziehen. Das Schneeglöckchen mit seinen drei Blütenblättern hingegen bietet Ameisen einen besonderen Leckerbissen. Ist der Stängel verwelkt, holen Ameisen den Samen heraus und tragen ihn weg. Ein Teil des Samens ist sehr lecker für die Ameisen und so helfen sie dem Schneeglöckchen sich zu verbreiten.

 

 

Der austretende Schleim einer angeschnittenen Narzisse zeigte den Kindern was die plietschen Pflanzen machen um nicht in der Kälte zu erfrieren. Die Frühblüher haben ihre eigenen Frostschutzmittel und schützen sich mit Schleimstoffen, Zucker oder Salzen vor besonders tiefen Temperaturen.

 

 

Unsere Ansichtsexemplare, bei denen auch ganz prima ein paar Tochterzwiebeln zu sehen waren, wurden mit Begeisterung ausgepflanzt und bieten den ersten munteren Insekten eine gute Nahrungsquelle. Die Hummel z.B. kann durch ihren Pelz und einem ausgeklügelten Mechanismus, mit dem sie durch Bewegung ihren Körper wärmt, schon sehr zeitig im Jahr auf Nahrungssuche gehen.

 

 

Für die nächste Saison haben die Kinder Stecklinge der „Immerblühenden Mandelweide“ („Salix triandra ‚Semperflorens‘") eingetopft. Diese besondere Mandelweide blüht durchgehend von Anfang April bis Oktober und bietet Bienen, Hummeln und anderen Blütenbesuchern einen reich gedeckten Tisch.

 

Euer Naturläufer-Team

Das Gemisch aus Körnern und Fett wurde vorsichtig erhitzt.
Das Gemisch aus Körnern und Fett wurde vorsichtig erhitzt.

Vogel-Winterfütterung

 

Anfang Februar kamen die Naturläufer zur Auftakt-Aktion 2019 zusammen.

 

Diesmal bekamen wir neben einigen bekannten Teilnehmern Besuch von einer dritten Klasse der Rudolf-Tonner-Schule aus Neumünster und ihrer Lehrerin. Je ein Elternteil begleitete die Kinder. Das Thema der Februar-Aktion war nach 2016 erneut die Winterfütterung der Gartenvögel.

 

Insgesamt 18 Kinder und 16 Erwachsene fanden sich nach einer kurzen Einführung im Freien zu den bisherigen Aktionen der Naturläufer im Hort der Ruthenberger Rasselbande ein, um sich spielerisch mit den hier überwinternden einheimischen Vögeln zu beschäftigen.

 

Während einige Eltern halfen, das Futtergemisch für Vogelfuttertassen vorzubereiten, führten Namensspiele, Schaubilder und ein Legekreis zu den be­kanntesten Vogelarten in die Thematik ein. Natürlich standen auch wieder Stifte und Papier für die Malfreudigen bereit.

 

Verschiedene Fütterungsvarianten wurden kurz vorgestellt und anschließend mit den Kindern Tassen zum Aufhängen mit Vogelfutter gefüllt und mit einer Sitzstange versehen. Sehr dekorativ fanden viele das zusammengebundene Birkenreisig, in dem Meisenknödel ohne Plastiknetz, in dem die Vögel mit dem Fuß hängen bleiben könnten, Halt finden.

 

Halbierte Walnussschalen wurden aneinander gebunden und mit der Vogelfutter­mischung gefüllt. Dabei bestand die Schwierigkeit für die Kinder vor allem darin, die kleinen Löcher zum Aufhängen in die Schalen zu bohren, ohne dass die Nussschalen dabei zerbrechen.

 

Diesmal löste sich die Gruppe langsam auf, jedes Kind konnte eine selbst befüllte Vogelfuttertasse mit nach Hause nehmen, wenn es fertig und die Mischung etwas abgekühlt war.

 

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Beteiligten dieser schönen Aktion!

 

Euer Naturläufer-Team